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Posts Tagged ‘torwand’

Hatte Ihr schon mal einen Kater ohne Alkohol? Nicht? Nun ja, ich habe heute definitiv einen. Gestern war nun unser Bierfest. Um 5:30am bin ich aufgestanden, denn ich konnte vor Nervosität nicht mehr schlafen. Gegen 7:00am habe ich Fritzi abgeholt, um mit ihr gemeinsam zum Woodruff Park zu fahren. Dort stand bereits der Zaun und die ersten Tische wurden geräumt. Außer uns waren noch unsere Chefin und unsere Vize-Präsidentin vor Ort. Zu dem Zeitpunkt hatte der Zaun noch ein paar Lücken, so dass einige Obdachlose unterwegs waren (die normalerweise dort schlafen) und uns angepöbelt haben. Super …
Als unsere restlichen Kollegen gegen 9:30am dazu stießen hatten wir schon die Zelte und die Tische verteilt. Aber wir haben noch genügend Aufgaben für unsere Kollegen gefunden. 😉

Kurz vor 2:00pm hatte sich draußen schon eine Schlange gebildet und dann ging es pünktlich los. Die Leute strömten in den Park und das Bierfest wurde von Dr. Lutz Görgen (deutscher Generalkonsul) und Chairman John Eaves (vom Fulton County) mit dem Anstich eines Bierfasses eröffnet. Ich war überall und nirgendwo, um zu garantieren, dass alles so ablief, wie es sollte. Unter anderem habe ich unsere Torwand betreut (so etwas gibt es hier übrigens nicht, es gibt auch keinen englischen Begriff dafür). Die Leute fanden das klasse und es gab kleine Preise für diejenigen, die getroffen hatten. Allerdings musste ich die Erfahrung machen, dass An- und Betrunkene nicht wirklich zielen können und beim Schuss auch noch voll abziehen – ich bin mehrfach getroffen worden, u.a. ins Gesicht … super, wer war also erster Patient bei den Erste Hilfe Leuten? Naja, ein wenig Eis drauf und zurück an die Arbeit (ist zum Glück auch nicht blau geworden ;-)). Die Torwand haben wir nach zwei Stunden dicht gemacht, weil niemand mehr auf’s Tor zielte, sondern Menschen drumherum getroffen wurden. Wir konnten ja nicht riskieren, dass jemand ernsthaft verletzt wurde.

Gegen Ende kam dann noch, was kommen musste. Ein gewaltiger Regenschwall ergoss sich über uns. Die Leute hatten trotzdem noch Spaß, aber uns wurde dadurch der Abbau erschwert. Jetzt wurde alles nass und verschlammt eingepackt und wir müssen in den nächsten Tagen dann alles wieder auspacken (inklusive 30 Zelte), um die Sachen zu trocknen. Wir wollen schließlich keinen Schimmel haben. Beim Einpacken habe ich mich natürlich noch lang gelegt, weil ich im Schlamm mit mehreren Wannen in der Hand ausgerutsch bin. Ich sah aus wie jemand, der sich im Schlamm gesuhlt hatte. Zum Glück ging es Fritzi nicht anders. 😉

Ich war so froh, als endlich alles verstaut war, denn ich konnte keinen Zentimeter mehr laufen. Mir tat alles weh und ich hatte ganz viele Blasen und Abreibungen an meinen Füßen, die heute noch nicht besser geworden sind. 😦 Gegen 11:00pm war ich zu Hause und bin tot müde ins Bett gefallen (nachdem ich den Schlamm abgewaschen hatte ;-)). Heute habe ich bis 11:00am geschlafen und wer mich kennt weiß, dass ich normalerweise kein Langschläfer bin. Das soll schon was heißen …

Langsam erhole ich mich von gestern. Ich muss sagen, dass es trotzdem viel Spaß gemacht hat und das Bierfest ein voller Erfolg war. Die viele Arbeit hat sich gelohnt, aber es reicht, wenn dieses Event nur einmal im Jahr stattfindet. 😉

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